Marvel’s Doctor Strange

Es ist der 27. Oktober 2016 und Marvel Studios schlägt ein neues Kapitel im MCU, dem Marvel Cinematic Universe auf. Parallele Dimensionen, alternative Realitäten und Magie gehören ab jetzt zum Kanon. Das Multiversum wurde aufgeschlossen.

Hatten wir mit Iron Man und Captain America zunächst die Abenteuer auf der Erde im Fokus und mit Thor und den Guardians das kosmische Level erreicht, kommen wir nun zur übernatürlichen Seite von Marvels Comics. Doctor Steven Strange ist Neurochirurg in New York. Er ist eingebildet, hoch intelligent und nicht sehr empathisch. Gespielt wird er von Benedict Cumberbatch und er ähnelt in einigen Zügen doch stark dessen Darstellung von Sherlock Holmes in der BBC-Serie „Sherlock“.

Nach einem Unfall ist es ihm unmöglich, seine Hände weiter zu benutzen, was ihn effektiv seiner Berufung beraubt. Nach etlichen Operationen und Versuchen, Kollegen zu experimentellen Verfahren zu überreden, hört er von einem Mann, der nach einer Querschnittslähmung wieder laufen konnte. Sein Weg soll ihn schließlich nach Nepal führen, wo ein alter Guru ihm Heilung verschaffen können soll. Worauf er sich wirklich einlässt, kann er in der ersten Momenten, in der er mit den mythischen Künsten konfrontiert wird, nur erahnen.

„Doctor Strange“ baut ein neues Charakterensamble auf, das auf Anhieb funktioniert. Zum einen passt Cumberbatch die Rolle wie angegossen, zum anderen bekommt er ebenso präsente Mitstreiter, als auch Gegner. Angefangen bei Rachel McAdams („Spotlight“) als sein Anker in der normalen Welt. Sie erlebt wohl stellvertretend für uns, das Publikum, dass plötzlich Magie teil der Welt ist und ganz ohne die Damsel in Distress zu werden. The Ancient One (Tilda Swinton, „Hail, Caesar!“), Mordo (Chiwetel Ejiofor, „Der Marsianer – Rettet Mark Watney“) und Wong (Benedict Wong, „Marco Polo“) repräsentieren Stranges Mentoren in den mythischen Künsten. Sie sind alle recht unterschiedlich und anfangs glaubt nur Mordo sehr deutlich an Strange und seine Fähigkeiten.

Auf der Gegnerseite steht ein ehemaliger Schüler, ganz ähnlich wie Strange einer ist. Kaecilius (Mads Mikkelsen, „Hannibal“), geblendet von der Macht der dunklen Dimension und dem Willen, Unsterblichkeit zu erlangen, geht über die Leichen seiner ehemaligen Freunde und schart Eiferer um sich, um den übernatürlichen Schutz, den die Erde durch den Sorcerer Supreme erhält zu schwächen. „Doctor Strange“ ist natürlich eine Herkunftsgeschichte und deshalb muss ein vernünftiger Zeitraum darauf verwendet werden, Strange selbst und das Konzept des Multiversums einzuführen. Das gelingt nur so mittel in meinen Augen, da hier zu viele Baustellen auf einmal auftauchen und es leidet auch die Haupthandlung darunter. Seine Lehrzeit wird mehr oder weniger in ein paar Schlüsselmomenten angeschnitten und sonst in einer Montage weitestgehend übersprungen. Schließlich droht dank Kaecilius mal wieder der Weltuntergang.

Im Originalton habe ich oft wenig Probleme, aber „Doctor Strange“ würde ich tatsächlich noch einmal auf Deutsch sehen wollen. Zum einen spricht Cumberbatch sehr schnell und nuschelt dadurch fast – eben Sherlock-ähnlich – weil sein Hirn so schnell arbeitet und zum anderen wird man doch mit sehr viel Information in kurzer Zeit konfrontiert. Wenn man nicht schon in den Comics steckt. Die Haupthandlung leidet in der Form, dass sie an sich sehr einfach gehalten werden muss, damit der notwendige Rest abgearbeitet werden kann. Das wäre eigentlich eher nerdige Staffage. Der Gegner bleibt dadurch leider wieder recht farblos und Mikkelsen wird fast ein wenig verpulvert. Er hat immerhin eine persönliche Beziehung zu einigen Figuren um Doctor Strange und seine Motivation bzw. Obsession wird erklärt.

„Doctor Strange“ ist visuell beeindruckend und durchaus auch verwirrend. Effekte, die einen an „Inception“ erinnern, werden hier auf die Spitze getrieben. Oft ist es, als würde man das Geschehen durch ein Kaleidsokop betrachten. Humor und Chemie stimmen auf Anhieb, Marvel hat ein Händchen hierfür. „Doctor Strange“ macht nämlich einfach auch echt Spaß. Es ist ein wilder Trip durch Zeit und Raum und Regisseur Scott Derrickson (Sinister) lässt hier und da seine Horrorvergangenheit durchblicken. Das alles zusammen macht es auch für Nicht-Marvelfans sehr anschaubar. Die Verbindungen zum bisherigen MCU müssen erst noch geknüpft werden. Ich habe „Doctor Strange“ sehr gern gesehen und werde es wieder tun.

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Was lief im September im Kino?

Nun ist ja bereits die zweite Oktoberwoche angelaufen, aber bevor ich zu den Kinostarts im laufenden Monat komme, erst einmal ein kleiner Rückblick auf Filme, die sich meiner Meinung nach im September gelohnt haben, oder die ich selbst verpasst habe.

Am 01.09. kam Timur Bekmambetovs („Wanted“, „Abraham Lincoln Vampirjäger“) Remake von „Ben Hur“ ins Kino. Leider habe ich die Pressevorführung hierzu nicht wahrnehmen können, aber Jack Huston konnte in Sandalen wohl nicht überzeugen.

Eine Woche später startete „Nerve“ in den Kinos. Emma Roberts & Dave Franco treiben YouTube-Dares auf die Spitze und machen bei Nerve mit – ein Spiel um Geld und Ruhm und am Ende um die eigene Identität.

Am 22.09. gab es dann ein weiteres Remake. „Die glorreichen Sieben“ – Chris Pratt, Denzel Washington, Ethan Hawke, Vincent D’Onofrio, Byung-hun Lee, Manuel Garcia-Rulfo und Martin Sensmeier ziehen ihre Colts und raufen sich zusammen, um ein Dorf vor Räubern zu beschützen. Die westliche Version von Akira Kurosawas „Die sieben Samurai“ erhält durchschnittliche 63% und kann mit den berühmten Vorgängern nicht mithalten. Es soll wohl nur ein moderat von der Norm abweichender Actionfilm sein.

Gleichzeitig kam Oliver Stones Biopic über Edward Snowden in die Kinos. Nach der oscarprämierten Doku „Citizenfour“ konnte es nicht lange dauern, bis Hollywood den Werdegang des Ex-CIA-Mitarbeiters und wohl berühmtesten Whistleblowers auf die Leinwand bringt.  Joseph Gordon-Levitt schlüpft in die Rolle des 31-jährigen, der geheime Dokumente über die allumfassende Überwachung seiner Agnency an die Presse leakte.

Die letzte Oktoberwoche hatte dann gleich drei ganz unterschiedliche aber gleich grandiose Filme zu bieten, die immer noch laufen und die ich euch allen nur wärmstens empfehlen kann!

„Findet Dorie“ erzählt die Geschichte der besten Freundin von Marlin, die ihn auf der Suche nach seinem Sohn unterstützte. Sie erinnert sich plötzlich an ihre Eltern und begibt sich auf die Suche nach ihnen. „Findet Dorie“ ist tatsächlich noch einmal toller, niedlicher und witziger, als „Findet Nemo“ seinerzeit. Kein Wunder also, dass der Film noch immer auf Platz 1 der Kinocharts ist und in den ersten 11 Tagen bereits 17 Millionen Euro einspielte. Weltweit hat Findet Nemo schon über 1 Mrd Dollar eingenommen und ist damit der dritte Film von Disney dieses Jahr, dem das gelang. Die anderen beiden sind „The First Avenger: Civil War“ und „Zoomania„.

Als zweite Empfehlung soll hier „Frantz“ genannt sein. Durchaus auch als Remake zu bezeichnen, lädt uns François Ozon in die Zeit nach dem ersten Weltkrieg ein. Eine Zeit voller Ressentiments zwischen Frankreich und Deutschland und seinen Bürgern, die alle ihr Söhne an die Front geschickt hatten. Ein junger Franzose taucht eines Tages am Grab eines gefallenen Deutschen auf und sucht dessen Familie auf. Wie die trauernde Verlobte, die Familie und die Gesellschaft reagieren ist aktueller wie nie. Super Film!

Zu guter Letzt begab sich Bryan Cranston als Zollbeamter Robert Mazur undercover und infiltrierte das Medellín-Kartell als Geldwäscher in den USA. Der Film basiert auf Mazurs eigenen Memoiren aus der Zeit mit dem selben Titel, „The Infiltrator“. Zusammen mit Diana Kruger, als seiner Ko-Agentin und gespielten „Verlobten“, sitzt man in „The Infiltrator“ ständig an der Kante seines Kinosessels und hat kaum Zeit mal Luft zu holen. Natürlich wird die Gewalt der ruchlosen Handlanger der Drogenbarone explizit gezeigt und ist nichts für schwache Nerven. Der Druck, der auf den beiden Agenten lastet und stetig zunimmt, ist förmlich spürbar und man fiebert unweigerlich mit. Egal ob man weiß, wie die Geschichte ausgeht oder nicht. Empfehlung!

Da der Oktober schon begonnen hat, geht es hier gleich weiter mit der nächsten Liste.

Cheerio.

 

Was läuft im August im Kino?

Wie immer gilt: Die hier folgende Auswahl an Filmen entspricht nur meinem eigenen Geschmack und konzentriert sich oft auf die vermeintlich „großen“ Produktionen. Das bedeutet natürlich nicht, dass es keine fantastischen kleinen Produktionen gibt, die es nicht wert wären geschaut zu werden.

Ab 4. August 2016 geht die umstrittene Neuverfilmung von „Ghostbusters“ an den Start. Meine Meinung dazu wird in Bälde erschien auf fictionBOX erscheinen. Soviel sei nur gesagt: Er ist nicht so schlimm, wie viele nach dem ersten Trailer befürchtet haben, er ist aber auch kein Highlight in diesem Kinosommer.

Auch am kommenden Donnerstag kommt Almodóvars aktueller Film „Julieta“ ins Kino, der fast an mit vorbeigegangen wäre. Den werde ich als Fan natürlich noch schauen. Reviews die ich bisher las, waren zwar insgesamt zufrieden mit dem Film, empfanden ihn aber als durchaus redundant – zwar als typischer Almodóvar erkennbar, aber eben auch ohne neue Ideen. Der Meister wiederhole sich selbst.

In der zweiten Augustwoche gibt es dann ein Wiedersehen mit Jason Bourne. Matt Damon kehrt in seine Agentenrolle zurück, die den modernen Agentenfilm an sich stark geprägt hat.

Ebenso kommt der zweite Teil der Neuauflage der „Turtles“ ins Kino, aber der Erste war schon furchtbar, ich will hierfür keine Werbung machen.

Am 18.08. ist es dann soweit und wir sehen DCs zweite Leinwandvorstellung nach „Batman v Superman: Dawn of Justice“ dieses Jahr. Das „Suicide Squad“ wird eingesammelt und auf Verbrecherjagd geschickt. Jared Leto als Joker, Margot Robbie als Harley Quinn, Will Smith als Deadshot, Cara Delevingne als Enchantress, Jay Hernandez als El Diablo, Jai Courtney als Captain Boomerang, Adewale Akinnuoye-Agbaje als Killer Croc, Karen Fukuhara als Katana und Adam Beach als Slipknot. Ben Affleck wird erneut den Batman geben.

Ganz schön viele neue DC-Charactere auf einmal in einem einzigen Film – hoffentlich wird der nicht so desaströs vielteilig wie die Kinofassung von BvS.

In der letzten Augustwoche freue ich mich persönlich auf eine weiter Fortsetzung, obwohl ich vorsichtig optimistisch bin. Damals war „Die Unfassbaren – Now You See Me“ ein Überraschungserfolg für mich und ich fand, er stand sehr gut allein da und hätte keine Fortsetzung gebraucht. Ob das Team mit „Die Unfassbaren 2“ erneut magisch die Kinocharts erklimmt, bleibt abzuwarten.

Disney bringt mit „Elliot, der Drache“ ein Familienabenteuer mit Fokus auf Kinder als Zuschauer. Viel Herzschmerz und Kitsch 🙂

Wer hingegen mehr Euro-Action braucht ist mit den Rückkehr von Jason Statham als Mechanic wohl gut bedient: „The Mechanic: Resurrection“ steigt ebenfalls am 25.08.2016 in den Ring.

Das war es dann auch schon wieder mit dem August. Im September 2016 kämpft sich „Ben Hur“ wieder durch das Kolosseum, kommen Dave Franco und Emma Roberts im Thriller „Nerve“ an ein illegales Game, wird bereits zum dritten Mal in „The Purge: Election Year“ die Säuberung ausgerufen, kommt mit „Die glorreichen Sieben“ eine weitere Neuverfilmung ins Kino und begeben uns auf die hererwärmende Suche nach Dorie in Disneys „Findet Dorie“.

Cheerio.

Was läuft im Juli im Kino?

Der Juli ist nun ja schon eine Kinowoch alt, aber das Beste kommt erst noch. Letzte Woche machten „Smaragdgrün“ und „Verräter wie wir“ den Anfang. Ersteres ist der dritte Teil der Jugendbuchverfilmungen nach den Romanen von Kerstin Grier. 2013 machte „Rubinrot“ den Anfang und 2014 folgte „Saphirblau“. Ich selbst habe nicht einen der Filme gesehen, aber es gibt ja eine Fanbasis. Derzeit habe ich diese Fantasy-Jugendbuch-Verfilmungen mit eingebauter Fortsetzungsgarantie recht über.

„Verräter wie wir“ hingegen habe ich gesehen und kann ich nur wärmstens jedem empfehlen, der europäische Thriller a la „The International“ oder „A Most Wanted Man“ mag. Ein junges britisches Paar, das mit einem Urlaub in Nordafrika versucht seine Ehe zu retten, macht dort Bekanntschaft mit dem russischen Mafioso Dima (Stellan Skarsgård). Als Perry (Ewan Mcgregor) der Bitte von Dima nachkommt, Informationen zum britischen Geheimdienst zu schmuggeln, geraten sie in ein Netz aus Intrigen und Mord.

Ab morgen wird dann endlich wieder die Erde von Heuschrecken-Aliens angegriffen, denn die Fortsetzung von „Independence Day“, „Independence Day: Wiederkehr“ startet in den Kinos:

„Independence Day: Wiederkehr“ ist genau das was man vom Emmerich und als Fortsetzung erwartet und es ist großartig. Es ist von Anfang bis zum Ende Spektakel und das soll auch so sein. Es nimmt sich und das Katastrophen-Genre erneut auf den Arm, wobei man bei der Besetzung merkt, wie viel Spaß sie im überdimensionalen Spielzeugkasten hatten. Man hat in den knapp zwei Stunden einfach keine Langweile und trotz einer gewissen Übersättigung an Weltzerstörung (zuletzt in „X-Men Apokalypse“ auch von Fox), erinnert sie hier sehr stark an den Film von 1996, der für mich nach wie vor der erste SciFi-Kracher des 21. Jahrhunderts war . So Etwas gab es vorher einfach nicht in diesem Ausmaß. Ja, hier wird jedes Actionfilmklischee abgefeiert und ja es ist alles unfassbar cheesy, aber genau das macht Independence Day aus. Pew, pew Aliens! Pew, pew. Eine ordentliche Review folgt heute oder morgen auf fictionBOX.de.

Wie ihr oben sehen könnt, fliegt am dem 21.07. die Enterprise wieder durch unendliche Weiten und trifft diesmal bei „der letzten Grenze“ auf ordentlich Widerstand. Wie die Crew um Chris Pines Captain Kirk in „Star Trek: Beyond“ die vermeintliche Zerstörung der Enterprise, a la „Star Trek III – Die Suche nach Mr. Spock“, überlebt, sehen wir nächste Woche. Dazu gesellt sich „BFG“. In Steven Spielbergs neuem Kinder-Fantasyfilm nach Romanvorlage, treffen ein Mädchen und ein Big Friendly Giant aufeinander und müssen es mit bösen Riesen aufnehmen.

Bei „BFG“ bitte nicht wundern, dass hierzulande Disney nicht in der Vermarktung auftaucht. Aus irgendwlechen Gründen hat Constantin Film den Vertrieb hierzulande übernommen, so dass „Disney’s“ aus dem Titel verschwindet. Bei Disney Deutschland konzentriert man sich indes  schon auf „Findet Dorie“ und „Elliot, der Drache“. Warner hingegen startet am selben Tag mit der „Legend of Tarzan“, ihre Neuverfilmung des Klassikers von Edgar Rice Burroughs.

Die Realverfilmung lässt Alexander Skarsgård als Tarzan, gegen Christoph Waltz als Captain Rom der belgischen Armee antreten. Dabei versteht sich „Legend of Tarzan“ als eine Art Fortsetzung der Originalgeschichte. Er kehrt wohl nach einer Zeit bei den Menschen in den Dschungel zurück um gegen die Belgier anzutreten. Jedenfalls suggerieren das die Trailer.

Damit schließt sich für mich der Kinojuli 2016 und die zweite Jahreshälfte beginnt. Der August hat dann das umstrittene „Ghostbusters“-Remake, ein Wiedersehen mit „Jason Bourne“ und den „Turtles“ in Petto. Weiterhin darf mich das „Suicide Squad“ gerne davon überzeugen, dass DC-Filme-außer-Batman auch was drauf haben.

 

The Jungle Book

„The Jungle Book“ ist bereits zwei Wochenenden hintereinader auf Platz 1 der deutschen Kinocharts und das absolut zu Recht. 910.000 Besucher haben hier „The Jungle Book“ bereits gesehen und es könnten 1 Mio. werden, wenn sich Disney nicht ab diesen Donnerstag mit „The First Avenger: Civil War“, selbst die Show stiehlt.

Die Geschichte dürfte jedem bekannt sein: Das Menschenjunge Mogli wächst, nach dem Verlust der Eltern, im Dschungel Indiens auf. Gerettet von Panther Baghira, lernt es im Tierreich zu leben und überleben. Verfolgt vom rachsüchtigen Tiger Shir Khan und beschützt vom Bären Balu, erlebt er allerlei Abenteuer. Von der dramatischen Flucht vor Shir Khan, übers Honigsammeln mit Balu, bis zum Besuch bei König Louie wird man auf eine atemberaubende Reise in den Dschungel entführt.

Schon die ersten Trailer im Kino hatten bei mir den Wunsch, diesen Film zu sehen, ausgelöst – er ist einfach spektakulär umgesetzt. Ich musste immer wieder an „Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger“ denken, was die nahe Perfektion der Animation der Dschungelwelt und insbesondere der Tiere angeht. Sie sehen wirklich lebensecht aus, so dass einzig ihre Sprache klar macht, dass es ein Märchen ist.

Tatsächlich schreckte Favreau hier nicht davor zurück, den Dschungel in seiner ganzen Bandbreite – also auch seiner Grausamkeit – zu zeigen. Das Recht des Stärkeren oder die Gesetze der Natur spielten natürlich immer eine Rolle und das Dschungelbuch hatte auch recht bedrohliche Passagen, doch der neue Film „The Jungle Book“ lässt etliche der Verniedlichungen des Disney-Zeichtrickfilmes von 1967 für ein realistischeres Weltbild sausen. Gesungen wird an drei Stellen, von denen König Louies Lied leider völlig deplatziert wirkte, gerade weil es ein Bedrohungsszenario ad absurdum führte.

Jon Favreau hat das alles wirklich überzeugend hinbekommen und verpasst dem Material eine Frischzellenkur – so hat jede Generation sein Dschungelbuch. Bei mir liegen noch die Hörspielkassetten rum 😀

Dschungelbuch Hörspiel

Leider sind die deutschen Stimmen – trotz eigentlich guter Besetzung – nicht so toll. Einzig die beiden Frauen – Heike Makatsch als Wölfin Raksha und Jessica Schwarz als Schlange Kaa konnten mich überzeugen. Ben Becker habe ich beim Tiger Shir Khan kaum als ihn erkannt. Idris Elba, der den Bösewicht im Original spricht, klingt einfach 100× geiler.

Auch ist es schade, dass man bei Disney nicht ganz über den eigenen Schatten springen konnte und die Message des Films, in das Mantra „das Gesetz des Dschungels“ verpackte, das dann auch einmal zu oft und voller Pathos rezitiert wurde. Natürlich bleibt die Geschichte im Kern gleich und so sind hier auch keine Überraschungen zu erwarten. Ich kann „The Jungle Book“ trotzdem jedem empfehlen. Schon allein die Bildgewalt ist das wert. Also schwingt(!) euch ins Kino.

weiterführender Link: Disney

Was läuft im März im Kino?

Der März ist nun zwar schon fast halb durch, aber bisher lief eh nur „Zoomania“ und ihr hattet zwei Wochen, euch den Film anzusehen ;D

Das ist natürlich nicht wirklich wahr und so startete in der ersten Märzwoche auch „Das Tagebuch der Anne Frank“ mit Lea van Acken, Martina Gedeck & Ulrich Noethen.

Außerdem kam noch Michael Bays neuestes Kriegsdrama ins Kino: „13 Hours: The Secret Soldiers Of Benghazi“.  Hier wird die angeblich wahre Geschichte um 6 Soldaten erzählt, die 2012 ohne Befehl und im Alleingang den belagerten Wohnsitz des US-Botschafters in Libyen befreiten. Im US-Wahlkampf spielte die Aufwärmung der Geschichte erneut eine Rolle, da Hillary Clinton es wahr, die als Außenministerin unter Obama angab, die Tode in der Nacht seien auf ein Video zurückzuführen, durch dass sich Moslems angegriffen fühlten und nicht auf einen geplanten Terroranschlag, wie der Film und das Buch auf dem er basiert die Geschichte darstellen.

Letzte Woche startete dann tatsächlich die Fortsetzung des schlechteren der beiden Das-Weiße-Haus-wird-angegriffen-Filme: „London Has Fallen“. Die gesamte selbe Truppe aus „Olympus Has Fallen“ ist wieder beisammen und natürlich haben es Terroristen auf den Präsidenten abgesehen und Gerard Butler muss ihn beschützen. Nur eben in London.

Außerdem kam „Trumbo“ ins Kino, für den Bryan Cranston für einen Oscar nominiert war. Er erzählt im Grunde eine ähnliche Geschichte wie „Hail, Caesar!“ von den Coen-Brüdern – zumindest spielt er auch nach dem 2. Weltkrieg und thematisiert die Verfolgung kommunistischer Ideen und Mitglieder der kommunistischen Partei in der McCarthy-Ära. Er ist Drehbuchautor und damit in der selben Lage, wie der „Studienkreis“ in „Hail, Casear!“

Morgen kommt dann gleich der zweite größere Animationsfilm des Frühjahrs ins Kino. „Kung Fu Panda 3“ von DreamWorks Animation schließt die Geschichte um den kämpfenden und Teigtaschen mampfenden Panda Po ab, der diesmal nicht nur das Dorf seiner Kindheit sondern auch alle Kung-Fu-Meister retten muss.

Für mich ist das leider der schwächste aller drei Filme. Gerade der Zweite hatte mir Spaß und mit seinem Teaser am Ende Lust auf mehr gemacht. Leider ist der Bösewicht völlig Banane und scheint fast wie ein Afterthought in den Film geflossen zu sein: „Huch, wir brauchen ja noch einen Gegner für Po.“

Rechtzeitig zu Ostern darf natürlich auch nicht eine Ostergeschichte im biblischen Sinne nicht fehlen und so darf diesmal Joseph Fiennes als römischer Tribun die Auferstehung Jesu Christi miterleben. Wieder komme ich auf „Hail, Casear!“ zurück, denn genau darum ging es in der titelgebenden Verfilmung im Film. Seltsam alles.

Dann wäre da noch „Allegiant – Die Bestimmung“, der dritte Teil der wir-sind-nicht-Hunger-Games-Verfilmung. Der „Honest Trailer“ zum letzten Teil, Insurgent, fasst meine Meinung dazu sehr gut zusammen. Young Adult Movies sind alle gleich.

Nächste Woche, Leute. Am 24.03.2016 stehen sich im ersten Superheldenduell 2016 Batman und Superman gegenüber. Ob Zack Snyder mich diesmal von seiner düsteren Welt mit „Batman v Superman: Dawn of Justice“ überzeugen kann, wage ich zu bezweifeln. „Man of Steel“ hat bei mir einen faden Beigeschmack hinterlassen. Aber er sieht unterhaltsam aus – trotz Jesse Eisenberg als Lex Luthor.

In der letzten von fünf Kinowochen im März, beehrt uns dann 10 Cloverfield Lane mit Mary Elizabeth Winstead, John Goodman & John Gallagher Jr. in den einzigen Rollen. Goodmans Figur behauptet sie vor der Welt gerettet zu haben doch etwas stimmt mit ihm nicht. Dieses Semi-Sequel zu Abrams‘ Cloverfield (es handelt sich um einen abgedrehten Film der eigentlich „The Cellar“ hiess und überhaupt nicht mit Cloverfild verbunden war) dreht sich um diese drei Personen und ihre Zeit im Atomschutzbunker. Psychothriller eben.

Das soll es für März gewesen sein, natürlich gibt es pro Woche viel mehr Filmstarts – habt ihr eine Empfehlung aus dem März abseits dieser Produktionen? Dann heraus damit. Vielleicht schaffe ich den April ja wieder rechtzeitig 😉

Zoomania + Gewinnspiel

Die Häsin Judy Hopps will seit ihrer frühesten Jugend Polizistin werden und das Leben anderer Tiere verbessern. Sie will nicht auch ein Karottenfarmer werden, wie der Rest ihrer Verwandtschaft. Nachdem sie tatsächlich die Polizeiakademie besucht und besteht, wird sie nach Zoomania (orig. Zootropolis) versetzt, dem Schmelztiegel der Tiernation.

Aufgeteilt in vier Klimazonen beherbergt die Stadt alle Wirbeltiere, die mehr oder weniger gut zusammenleben. Als nach und nach immer mehr Tiere spurlos verschwinden, sucht Hopps Hilfe beim Fuchs Nick Wilde, der die Stadt und ihre Winkel besser kennt, als sie selbst. Hier die ganze 22-Videos-lange YouTube-Playlist von Disney als Einstimmung:

Wahnsinn. „Zoomania“ funktioniert auf so vielen Ebenen, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Disney Animation beweisen, dass sie echte Geschichten mit mehreren Ebenen erzählen und niedliche Charaktere in einer fantastischen Welt als Backdrop, gefällig in ein Gesamtwerk schmieden können. Man sagt das ja bei Animationsfilmen, oder Filmen mit Kindern als Hauptzielgruppe gerne mal daher, dass ein Film für alle Altersstufen geht. Hier ist es tatsächlich wahr.

Die Dreijährigen bekommt man über die supertolle Animation, das extrem gut funktionierende 3D und die offensichtlichen Witze. Es gibt aber auch eine Ebene, die man definitiv erst ab einem bestimmten Alter versteht. Da sind zum einen Insiderjokes – Bezüge zu anderen Filmen, selbstreferentielle Satire („Let it go“) und es werden Themen zwischen Rassismus und Gleichbehandlung, als zentrale Themen von einer klassischen Detektivgeschichte umrahmt. Und jeder Witz zieht.

ZOOTOPIA - Judy, Bonnie, and Stu Hopps
ZOOMANIA – abgebildet (L-R): Judy, Bonnie und Stu Hopps. ©2016 Disney. All Rights Reserved.

Wann habt ihr das letzte Mal laut im Kino gelacht? Hier passiert das andauernd. Ihr musstet schon bei der kurzen Trailer-Szene, mit den Faultieren im Straßenverkehrsamt von Zoomania, mindestens so breit grinsen, wie Flash über den schlechten Witz? Das geht den ganzen Film über so. „Zoomania“ ist nicht nur seit Langem ein Animationsfilm („The LEGO Movie“ comes to mind) der mich wirklich begeistert hat, weil er eben nicht nur ein spezifisches Publikum anspricht, sondern alle. Wer weiß, ob hiernach der Wunsch nach Hasen (oder Faultieren) als Haustier akut wird – sorry Eltern – aber es ist schon verdammt niedlich gemacht.

Auch das kommt nicht so oft vor: Der 3D-Effekt ist hervorragend und ich hatte ein entspanntes Seherlebnis, der mich stark an „Avatar“ erinnerte, was bis heute der 3D-Benchmark für mich ist. Anstatt aus der Leinwand heraus, rein plakativ 3D einzusetzen, wird hier der Spielraum mit Tiefe erfüllt – als säße man im Kino vor einer Bühne. Die Animation ist über jeden Zweifel erhaben – natürlich stilisiert, aber hochgradig professionell. Schon allein, wie Hopps‘ Ohren genau ihren Gemütszustand wiederspiegeln oder die Fahrt mit dem Express durch die Klimazonen der Stadt ganz am Anfang – atemberaubend schön. Somit ist „Zoomania“ nicht nur erzähltechnisch, sondern auch handwerklich toll gemacht.

ZOOMANIA. ©2016 Disney. All Rights Reserved.

Von der eigentlichen Geschichte will ich nicht all zu viel verraten – denn auch das tun die Trailer ob ihrer Fülle tatsächlich nicht. Auch nehmen sie nicht die besten Jokes vorweg, sehr gut gewählt, Disney. Nur so viel: Hopps muss sich natürlich als erste Häsin in der Polizeitruppe beweisen und muss durch allerlei Reifen springen. Sie trifft schnell auf den Nichtsnutz Nick und wird in einen Fall verwickelt, der nicht so einfach ist, wie er zunächst erscheint. Es also nicht nur hübsche Animation, sondern auch eine Buddy-Cop-Komödie der besten Sorte, die ich nur jedem ans Herz legen kann. Was den Film dann von anderen abhebt, ist die eingebaute Metaebene, die aktueller nicht sein könnte – so geht es um die Rolle in der Gesellschaft, und es wird nur einmal gesungen 😉

„Zoomania“ – Regie: Byron Howard und Rich Moore; Produzent: Clark Spencer – ab heute nur im Kino!

Um Eines vorwegzunehmen: „Kung Fu Panda 3“ von DreamWorks Animation, der in zwei Wochen startet, muss hier im direkten Vergleich leider deutlich einstecken – was nicht bedeutet, dass nicht Platz für beide Filme ist. Ich hatte mir davon tatsächlich mehr erhofft. Dazu zu gegebener Zeit mehr – stay tuned!

Zoomania - Flash, Judy und Nick im DMV
ZOOMANIA – Flash, das schnellste Faultier in der Säugetierfahrzeugbehörde. ©2015 Disney. All Rights Reserved.

Gewinnspiel

Nach dieser ganzen Lobhuddelei für das neue Werk von Disney Animation, habe ich dank der Walt Disney Studios Motion Pictures Germany noch das Vergnügen, zwei Fanpakete (s. u.) an euch zu verlosen, wovon ich auf eines noch zwei Eintrittskarten zu „Zoomania“ drauflege. Ich will, dass ihr den Film seht 😀

Inhalt: Eiswürfelbehälter, Plastikbecher, Sticker, Postkarten-Set

Schreibt dazu einfach in die Kommentare, dass ihr mitmachen wollt (bitte mit einer gültigen Email-Adresse, damit euch euch erreiche) und es entscheidet das Los (random.org). Wenn ihr den Artikel über eure Lieblingsplattform teilen wollt, halte ich euch nicht auf und ihr habt bis nächsten Donnerstag (10.03.2016) Zeit zum mitmachen. Viel Glück! Die Gewinner_innen stehen fest 😀

Zoomania Merchandise

Was läuft im Februar im Kino?

Neuer Monat, neues Filmfutter. Der Februar startet heute erst einmal langsam – es kommt die Verfilmung der Kinder-Buchreihe/-Serie „Gänsehaut“ mit Jack Black ins Kino. Wer mit dem Titel nichts anfangen kann, dem sei die Faktenflut von Batz und Manniac für moviepilot empfohlen.

Der zweite interessante Film diese Woche ist „Suffragette – Taten statt Worte“ mit der wunderbaren Carey Mulligan. Es startet auch dieser Tatort-Kinofilm „Off Duty“ mit Till Schweiger. Nunja.

Nächste Woche kommt dann die erste Comicverfilmung von 2016 ins Kino, nämlich „Deadpool“. Das filthy mouth im Fox-Marvel-Universum wird erneut von Ryan Reynolds gespielt und es darf erwartet werden, dass die Verbindung zum ersten Auftritt des Charakters in „X-Men Origins: Wolverine“ mehr oder weniger revidiert wird. Ihm wächst jedenfalls kein Katana aus dem Arm und sein Mund wird definitiv nicht zugenäht sein.

Wem das dann noch nicht raunchy genug ist, findet sicherlich Spaß an Robert De Niro in „Dirty Grandpa“.

Ab dem 18. Februar geht es dann richtig rund, denn es kommen gleich vier – für mich interessante – Filme auf die Leinwand. Den Anfang macht „Hail, Caesar!“ von den Coen-Brüdern.

The Film Stage ist jedenfalls begeistert:

Dann wäre da noch Will Smith. Im Biopic „Erschütternde Wahrheit“ spielt er Dr. Bennet Omalu, der zum ersten Mal ein durch Sport hervogerufenes Hirntrauma (CTE) dignostiziert.

ZOOLANDER! No.2! Derek und Hansel sind zurück um die Laufstege zu erobern und für die Modepolizei einen Fall zu lösen 😀

Es startet auch „Colonia Dignidad – Es gibt kein Zurück“ mit Emma Watson und Daniel Brühl, die ein Liebespaar spielen, dass zur Zeit des chilenischen Militärputsches von einender getrennt wird. Obwohl die Ausstattung überzeugend sein soll, bleibt die Handlung wohl eher leblos.

In der letzten Woche sollte man vielleicht die Neustarts der Vorwoche abarbeiten, denn es liest sich alles recht langweilig, bzw. besteht zum größten Teil aus Dokus, die ich lieber anders konsumiere als im Kino.  Einzig „Spotlight“ sticht heraus, das sich mit dem Skandal um sexuellen Mißbrauch in der Bostoner Diözese und deren Aufdeckung durch Journalisten vom Boston Globe dreht. Keine leichte Kost und sicher nicht jedermanns Sache, aber das Ensemble verspricht hervorragendes Kino.

Und so endet der Filmmonat Februar. Diesmal habe ich mir den Sendeplan von FILMSTARTS.de zu Hilfe genommen, da der Kinokalender von CINEfacts irgendwie kaputt ist :/

Was läuft im Januar im Kino?

Es ist „Award Season“ in den USA und eine Schippe inzwischen preisgekrönter und noch nominierter Filme, läuft auch bei uns in den Kinos an, oder wird es noch. Bereits in der ersten Januarwoche angelaufen ist „The Revenant“ mit Leonardo DiCaprio & Tom Hardy. Alejandro González Iñárritu liefert nach „Birdman“ im letzten Jahr, wieder großartiges Kino ab.

Diese Woche ging Tom Hardy gleich erneut und in einer Doppelrolle an den Start. „Legend“ erzählt die Geschichte der Gangsterzwillingsbrüder Kray, die in den 1960er Jahren in Londons East End terrorisierten.

Wer ein wenig mehr Drama möchte, ist vielleicht mit „The Danish Girl“ mit Eddie Redmayne gut bedient.

Nächste Woche starten u. a., das Rocky-Spin-Off „Creed“ und „The Big Short“, in dem es mal wieder um die 2008er Bankenkrise geht. Der Film muss sich bei mir persönlich an „Der große Crash – Margin Call“ von 2011 messen lassen.

Am 21. Januar kommt schließlich der oscarnominierte Animationsfilm „Anomalisa“ ins Kino.

Gesellschaft bekommt er von einem der letzten Filme mit Robin Williams – dem nur so mittel eingestuften „Boulevard“. Da dieser Film bereits vor dem letzten „Nachts im Museum“ in 2014 gedreht wurde, kann man hier auch Böses vermuten, warum sich „plötzlich“ doch noch ein deutscher Verleih für diesen Festivalfilm fand. Es wird für uns hier jedenfalls das letzte Mal sein, dass wir Robin Williams in einem neuen Film auf der Leinwand sehen werden.

Eine höhere Einstufung hat bisher schon die Buchverfilmung „Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten“ bekommen und das Liebesdrama um eine irische Einwanderin in den 1950er Jahren, mit Saoirse Ronan („Grand Budapest Hotel„) in der Hauptrolle, wird mit tollen Bildern und großen Gefühlen sicher nicht sparen.

Zu guter Letzt wäre da natürlich noch Quentin Tarantinos achter Film, „The Hateful Eight“, der in der letzten Januarwoche ins eisige Wyoming entführt.

Die obere Auswahl ist natürlich nur genau das – eine Auswahl. Noch dazu eine Persönliche. Die kompletten deutschen Filmstarts vom Januar könnt ihr z. B. im Kinokalender von CINEfacts nachschlagen.

Ab heute auf Netflix – Gotham (1. Staffel)

Nachdem in Deutschland die Erstverwertungsrechte bei Pro 7 liegen, die die erste Staffel von „Gotham“ von Februar bis Oktober wöchentlich ausstrahlten, mussten wir auf Streaming bei Netflix bis heute warten. Es ist zwar kein Bingewetter, aber es ist etwas kälter geworden 😉

„Gotham“ spielt im DC-Universum zur Zeit des Mordes an Bruce Waynes Eltern. Er ist also noch ein Kind, Batman noch lange nicht in Sicht und es geht um die Stadt als Moloch an sich. Die Hauptrolle übernimmt ein junger James Gordon (gespielt von Ben McKenzie, „The O.C./O.C., California“), der noch lange davon entfernt ist, Comissioner zu werden.

Genau so jung wie Gordon sind auch die künftigen Superschurken der Stadt, so sieht man z.B. einen jungen Oswald Cobblepot (Pinguin), eine junge Selina Kyle (Catwoman), einen jungen Edward Nygma (Riddler) und einen jungen Harvey Dent (Two-Face).

Ich hatte versuscht der Serie auf Pro Sieben zu folgen, aber Sendepläne korrelieren nur selten mit meiner Freizeit. Wenn ich durch bin, werde ich mir noch ein Urteil erlauben. Schaut man ins Netz, entwickelt sich die Serie wohl eher schleppend.

Im September startete die zweite Staffel von „Gotham“ bereits in den USA auf FOX. Pro Sieben wird die deutsche Erstausstrahlung wieder übernehmen, aber nennt noch keinen Sendetermin.