The Jungle Book

„The Jungle Book“ ist bereits zwei Wochenenden hintereinader auf Platz 1 der deutschen Kinocharts und das absolut zu Recht. 910.000 Besucher haben hier „The Jungle Book“ bereits gesehen und es könnten 1 Mio. werden, wenn sich Disney nicht ab diesen Donnerstag mit „The First Avenger: Civil War“, selbst die Show stiehlt.

Die Geschichte dürfte jedem bekannt sein: Das Menschenjunge Mogli wächst, nach dem Verlust der Eltern, im Dschungel Indiens auf. Gerettet von Panther Baghira, lernt es im Tierreich zu leben und überleben. Verfolgt vom rachsüchtigen Tiger Shir Khan und beschützt vom Bären Balu, erlebt er allerlei Abenteuer. Von der dramatischen Flucht vor Shir Khan, übers Honigsammeln mit Balu, bis zum Besuch bei König Louie wird man auf eine atemberaubende Reise in den Dschungel entführt.

Schon die ersten Trailer im Kino hatten bei mir den Wunsch, diesen Film zu sehen, ausgelöst – er ist einfach spektakulär umgesetzt. Ich musste immer wieder an „Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger“ denken, was die nahe Perfektion der Animation der Dschungelwelt und insbesondere der Tiere angeht. Sie sehen wirklich lebensecht aus, so dass einzig ihre Sprache klar macht, dass es ein Märchen ist.

Tatsächlich schreckte Favreau hier nicht davor zurück, den Dschungel in seiner ganzen Bandbreite – also auch seiner Grausamkeit – zu zeigen. Das Recht des Stärkeren oder die Gesetze der Natur spielten natürlich immer eine Rolle und das Dschungelbuch hatte auch recht bedrohliche Passagen, doch der neue Film „The Jungle Book“ lässt etliche der Verniedlichungen des Disney-Zeichtrickfilmes von 1967 für ein realistischeres Weltbild sausen. Gesungen wird an drei Stellen, von denen König Louies Lied leider völlig deplatziert wirkte, gerade weil es ein Bedrohungsszenario ad absurdum führte.

Jon Favreau hat das alles wirklich überzeugend hinbekommen und verpasst dem Material eine Frischzellenkur – so hat jede Generation sein Dschungelbuch. Bei mir liegen noch die Hörspielkassetten rum 😀

Dschungelbuch Hörspiel

Leider sind die deutschen Stimmen – trotz eigentlich guter Besetzung – nicht so toll. Einzig die beiden Frauen – Heike Makatsch als Wölfin Raksha und Jessica Schwarz als Schlange Kaa konnten mich überzeugen. Ben Becker habe ich beim Tiger Shir Khan kaum als ihn erkannt. Idris Elba, der den Bösewicht im Original spricht, klingt einfach 100× geiler.

Auch ist es schade, dass man bei Disney nicht ganz über den eigenen Schatten springen konnte und die Message des Films, in das Mantra „das Gesetz des Dschungels“ verpackte, das dann auch einmal zu oft und voller Pathos rezitiert wurde. Natürlich bleibt die Geschichte im Kern gleich und so sind hier auch keine Überraschungen zu erwarten. Ich kann „The Jungle Book“ trotzdem jedem empfehlen. Schon allein die Bildgewalt ist das wert. Also schwingt(!) euch ins Kino.

weiterführender Link: Disney

Was läuft im März im Kino?

Der März ist nun zwar schon fast halb durch, aber bisher lief eh nur „Zoomania“ und ihr hattet zwei Wochen, euch den Film anzusehen ;D

Das ist natürlich nicht wirklich wahr und so startete in der ersten Märzwoche auch „Das Tagebuch der Anne Frank“ mit Lea van Acken, Martina Gedeck & Ulrich Noethen.

Außerdem kam noch Michael Bays neuestes Kriegsdrama ins Kino: „13 Hours: The Secret Soldiers Of Benghazi“.  Hier wird die angeblich wahre Geschichte um 6 Soldaten erzählt, die 2012 ohne Befehl und im Alleingang den belagerten Wohnsitz des US-Botschafters in Libyen befreiten. Im US-Wahlkampf spielte die Aufwärmung der Geschichte erneut eine Rolle, da Hillary Clinton es wahr, die als Außenministerin unter Obama angab, die Tode in der Nacht seien auf ein Video zurückzuführen, durch dass sich Moslems angegriffen fühlten und nicht auf einen geplanten Terroranschlag, wie der Film und das Buch auf dem er basiert die Geschichte darstellen.

Letzte Woche startete dann tatsächlich die Fortsetzung des schlechteren der beiden Das-Weiße-Haus-wird-angegriffen-Filme: „London Has Fallen“. Die gesamte selbe Truppe aus „Olympus Has Fallen“ ist wieder beisammen und natürlich haben es Terroristen auf den Präsidenten abgesehen und Gerard Butler muss ihn beschützen. Nur eben in London.

Außerdem kam „Trumbo“ ins Kino, für den Bryan Cranston für einen Oscar nominiert war. Er erzählt im Grunde eine ähnliche Geschichte wie „Hail, Caesar!“ von den Coen-Brüdern – zumindest spielt er auch nach dem 2. Weltkrieg und thematisiert die Verfolgung kommunistischer Ideen und Mitglieder der kommunistischen Partei in der McCarthy-Ära. Er ist Drehbuchautor und damit in der selben Lage, wie der „Studienkreis“ in „Hail, Casear!“

Morgen kommt dann gleich der zweite größere Animationsfilm des Frühjahrs ins Kino. „Kung Fu Panda 3“ von DreamWorks Animation schließt die Geschichte um den kämpfenden und Teigtaschen mampfenden Panda Po ab, der diesmal nicht nur das Dorf seiner Kindheit sondern auch alle Kung-Fu-Meister retten muss.

Für mich ist das leider der schwächste aller drei Filme. Gerade der Zweite hatte mir Spaß und mit seinem Teaser am Ende Lust auf mehr gemacht. Leider ist der Bösewicht völlig Banane und scheint fast wie ein Afterthought in den Film geflossen zu sein: „Huch, wir brauchen ja noch einen Gegner für Po.“

Rechtzeitig zu Ostern darf natürlich auch nicht eine Ostergeschichte im biblischen Sinne nicht fehlen und so darf diesmal Joseph Fiennes als römischer Tribun die Auferstehung Jesu Christi miterleben. Wieder komme ich auf „Hail, Casear!“ zurück, denn genau darum ging es in der titelgebenden Verfilmung im Film. Seltsam alles.

Dann wäre da noch „Allegiant – Die Bestimmung“, der dritte Teil der wir-sind-nicht-Hunger-Games-Verfilmung. Der „Honest Trailer“ zum letzten Teil, Insurgent, fasst meine Meinung dazu sehr gut zusammen. Young Adult Movies sind alle gleich.

Nächste Woche, Leute. Am 24.03.2016 stehen sich im ersten Superheldenduell 2016 Batman und Superman gegenüber. Ob Zack Snyder mich diesmal von seiner düsteren Welt mit „Batman v Superman: Dawn of Justice“ überzeugen kann, wage ich zu bezweifeln. „Man of Steel“ hat bei mir einen faden Beigeschmack hinterlassen. Aber er sieht unterhaltsam aus – trotz Jesse Eisenberg als Lex Luthor.

In der letzten von fünf Kinowochen im März, beehrt uns dann 10 Cloverfield Lane mit Mary Elizabeth Winstead, John Goodman & John Gallagher Jr. in den einzigen Rollen. Goodmans Figur behauptet sie vor der Welt gerettet zu haben doch etwas stimmt mit ihm nicht. Dieses Semi-Sequel zu Abrams‘ Cloverfield (es handelt sich um einen abgedrehten Film der eigentlich „The Cellar“ hiess und überhaupt nicht mit Cloverfild verbunden war) dreht sich um diese drei Personen und ihre Zeit im Atomschutzbunker. Psychothriller eben.

Das soll es für März gewesen sein, natürlich gibt es pro Woche viel mehr Filmstarts – habt ihr eine Empfehlung aus dem März abseits dieser Produktionen? Dann heraus damit. Vielleicht schaffe ich den April ja wieder rechtzeitig 😉

Zoomania + Gewinnspiel

Die Häsin Judy Hopps will seit ihrer frühesten Jugend Polizistin werden und das Leben anderer Tiere verbessern. Sie will nicht auch ein Karottenfarmer werden, wie der Rest ihrer Verwandtschaft. Nachdem sie tatsächlich die Polizeiakademie besucht und besteht, wird sie nach Zoomania (orig. Zootropolis) versetzt, dem Schmelztiegel der Tiernation.

Aufgeteilt in vier Klimazonen beherbergt die Stadt alle Wirbeltiere, die mehr oder weniger gut zusammenleben. Als nach und nach immer mehr Tiere spurlos verschwinden, sucht Hopps Hilfe beim Fuchs Nick Wilde, der die Stadt und ihre Winkel besser kennt, als sie selbst. Hier die ganze 22-Videos-lange YouTube-Playlist von Disney als Einstimmung:

Wahnsinn. „Zoomania“ funktioniert auf so vielen Ebenen, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Disney Animation beweisen, dass sie echte Geschichten mit mehreren Ebenen erzählen und niedliche Charaktere in einer fantastischen Welt als Backdrop, gefällig in ein Gesamtwerk schmieden können. Man sagt das ja bei Animationsfilmen, oder Filmen mit Kindern als Hauptzielgruppe gerne mal daher, dass ein Film für alle Altersstufen geht. Hier ist es tatsächlich wahr.

Die Dreijährigen bekommt man über die supertolle Animation, das extrem gut funktionierende 3D und die offensichtlichen Witze. Es gibt aber auch eine Ebene, die man definitiv erst ab einem bestimmten Alter versteht. Da sind zum einen Insiderjokes – Bezüge zu anderen Filmen, selbstreferentielle Satire („Let it go“) und es werden Themen zwischen Rassismus und Gleichbehandlung, als zentrale Themen von einer klassischen Detektivgeschichte umrahmt. Und jeder Witz zieht.

ZOOTOPIA - Judy, Bonnie, and Stu Hopps
ZOOMANIA – abgebildet (L-R): Judy, Bonnie und Stu Hopps. ©2016 Disney. All Rights Reserved.

Wann habt ihr das letzte Mal laut im Kino gelacht? Hier passiert das andauernd. Ihr musstet schon bei der kurzen Trailer-Szene, mit den Faultieren im Straßenverkehrsamt von Zoomania, mindestens so breit grinsen, wie Flash über den schlechten Witz? Das geht den ganzen Film über so. „Zoomania“ ist nicht nur seit Langem ein Animationsfilm („The LEGO Movie“ comes to mind) der mich wirklich begeistert hat, weil er eben nicht nur ein spezifisches Publikum anspricht, sondern alle. Wer weiß, ob hiernach der Wunsch nach Hasen (oder Faultieren) als Haustier akut wird – sorry Eltern – aber es ist schon verdammt niedlich gemacht.

Auch das kommt nicht so oft vor: Der 3D-Effekt ist hervorragend und ich hatte ein entspanntes Seherlebnis, der mich stark an „Avatar“ erinnerte, was bis heute der 3D-Benchmark für mich ist. Anstatt aus der Leinwand heraus, rein plakativ 3D einzusetzen, wird hier der Spielraum mit Tiefe erfüllt – als säße man im Kino vor einer Bühne. Die Animation ist über jeden Zweifel erhaben – natürlich stilisiert, aber hochgradig professionell. Schon allein, wie Hopps‘ Ohren genau ihren Gemütszustand wiederspiegeln oder die Fahrt mit dem Express durch die Klimazonen der Stadt ganz am Anfang – atemberaubend schön. Somit ist „Zoomania“ nicht nur erzähltechnisch, sondern auch handwerklich toll gemacht.

ZOOMANIA. ©2016 Disney. All Rights Reserved.

Von der eigentlichen Geschichte will ich nicht all zu viel verraten – denn auch das tun die Trailer ob ihrer Fülle tatsächlich nicht. Auch nehmen sie nicht die besten Jokes vorweg, sehr gut gewählt, Disney. Nur so viel: Hopps muss sich natürlich als erste Häsin in der Polizeitruppe beweisen und muss durch allerlei Reifen springen. Sie trifft schnell auf den Nichtsnutz Nick und wird in einen Fall verwickelt, der nicht so einfach ist, wie er zunächst erscheint. Es also nicht nur hübsche Animation, sondern auch eine Buddy-Cop-Komödie der besten Sorte, die ich nur jedem ans Herz legen kann. Was den Film dann von anderen abhebt, ist die eingebaute Metaebene, die aktueller nicht sein könnte – so geht es um die Rolle in der Gesellschaft, und es wird nur einmal gesungen 😉

„Zoomania“ – Regie: Byron Howard und Rich Moore; Produzent: Clark Spencer – ab heute nur im Kino!

Um Eines vorwegzunehmen: „Kung Fu Panda 3“ von DreamWorks Animation, der in zwei Wochen startet, muss hier im direkten Vergleich leider deutlich einstecken – was nicht bedeutet, dass nicht Platz für beide Filme ist. Ich hatte mir davon tatsächlich mehr erhofft. Dazu zu gegebener Zeit mehr – stay tuned!

Zoomania - Flash, Judy und Nick im DMV
ZOOMANIA – Flash, das schnellste Faultier in der Säugetierfahrzeugbehörde. ©2015 Disney. All Rights Reserved.

Gewinnspiel

Nach dieser ganzen Lobhuddelei für das neue Werk von Disney Animation, habe ich dank der Walt Disney Studios Motion Pictures Germany noch das Vergnügen, zwei Fanpakete (s. u.) an euch zu verlosen, wovon ich auf eines noch zwei Eintrittskarten zu „Zoomania“ drauflege. Ich will, dass ihr den Film seht 😀

Inhalt: Eiswürfelbehälter, Plastikbecher, Sticker, Postkarten-Set

Schreibt dazu einfach in die Kommentare, dass ihr mitmachen wollt (bitte mit einer gültigen Email-Adresse, damit euch euch erreiche) und es entscheidet das Los (random.org). Wenn ihr den Artikel über eure Lieblingsplattform teilen wollt, halte ich euch nicht auf und ihr habt bis nächsten Donnerstag (10.03.2016) Zeit zum mitmachen. Viel Glück! Die Gewinner_innen stehen fest 😀

Zoomania Merchandise

Was läuft im Februar im Kino?

Neuer Monat, neues Filmfutter. Der Februar startet heute erst einmal langsam – es kommt die Verfilmung der Kinder-Buchreihe/-Serie „Gänsehaut“ mit Jack Black ins Kino. Wer mit dem Titel nichts anfangen kann, dem sei die Faktenflut von Batz und Manniac für moviepilot empfohlen.

Der zweite interessante Film diese Woche ist „Suffragette – Taten statt Worte“ mit der wunderbaren Carey Mulligan. Es startet auch dieser Tatort-Kinofilm „Off Duty“ mit Till Schweiger. Nunja.

Nächste Woche kommt dann die erste Comicverfilmung von 2016 ins Kino, nämlich „Deadpool“. Das filthy mouth im Fox-Marvel-Universum wird erneut von Ryan Reynolds gespielt und es darf erwartet werden, dass die Verbindung zum ersten Auftritt des Charakters in „X-Men Origins: Wolverine“ mehr oder weniger revidiert wird. Ihm wächst jedenfalls kein Katana aus dem Arm und sein Mund wird definitiv nicht zugenäht sein.

Wem das dann noch nicht raunchy genug ist, findet sicherlich Spaß an Robert De Niro in „Dirty Grandpa“.

Ab dem 18. Februar geht es dann richtig rund, denn es kommen gleich vier – für mich interessante – Filme auf die Leinwand. Den Anfang macht „Hail, Caesar!“ von den Coen-Brüdern.

The Film Stage ist jedenfalls begeistert:

Dann wäre da noch Will Smith. Im Biopic „Erschütternde Wahrheit“ spielt er Dr. Bennet Omalu, der zum ersten Mal ein durch Sport hervogerufenes Hirntrauma (CTE) dignostiziert.

ZOOLANDER! No.2! Derek und Hansel sind zurück um die Laufstege zu erobern und für die Modepolizei einen Fall zu lösen 😀

Es startet auch „Colonia Dignidad – Es gibt kein Zurück“ mit Emma Watson und Daniel Brühl, die ein Liebespaar spielen, dass zur Zeit des chilenischen Militärputsches von einender getrennt wird. Obwohl die Ausstattung überzeugend sein soll, bleibt die Handlung wohl eher leblos.

In der letzten Woche sollte man vielleicht die Neustarts der Vorwoche abarbeiten, denn es liest sich alles recht langweilig, bzw. besteht zum größten Teil aus Dokus, die ich lieber anders konsumiere als im Kino.  Einzig „Spotlight“ sticht heraus, das sich mit dem Skandal um sexuellen Mißbrauch in der Bostoner Diözese und deren Aufdeckung durch Journalisten vom Boston Globe dreht. Keine leichte Kost und sicher nicht jedermanns Sache, aber das Ensemble verspricht hervorragendes Kino.

Und so endet der Filmmonat Februar. Diesmal habe ich mir den Sendeplan von FILMSTARTS.de zu Hilfe genommen, da der Kinokalender von CINEfacts irgendwie kaputt ist :/

Was läuft im Januar im Kino?

Es ist „Award Season“ in den USA und eine Schippe inzwischen preisgekrönter und noch nominierter Filme, läuft auch bei uns in den Kinos an, oder wird es noch. Bereits in der ersten Januarwoche angelaufen ist „The Revenant“ mit Leonardo DiCaprio & Tom Hardy. Alejandro González Iñárritu liefert nach „Birdman“ im letzten Jahr, wieder großartiges Kino ab.

Diese Woche ging Tom Hardy gleich erneut und in einer Doppelrolle an den Start. „Legend“ erzählt die Geschichte der Gangsterzwillingsbrüder Kray, die in den 1960er Jahren in Londons East End terrorisierten.

Wer ein wenig mehr Drama möchte, ist vielleicht mit „The Danish Girl“ mit Eddie Redmayne gut bedient.

Nächste Woche starten u. a., das Rocky-Spin-Off „Creed“ und „The Big Short“, in dem es mal wieder um die 2008er Bankenkrise geht. Der Film muss sich bei mir persönlich an „Der große Crash – Margin Call“ von 2011 messen lassen.

Am 21. Januar kommt schließlich der oscarnominierte Animationsfilm „Anomalisa“ ins Kino.

Gesellschaft bekommt er von einem der letzten Filme mit Robin Williams – dem nur so mittel eingestuften „Boulevard“. Da dieser Film bereits vor dem letzten „Nachts im Museum“ in 2014 gedreht wurde, kann man hier auch Böses vermuten, warum sich „plötzlich“ doch noch ein deutscher Verleih für diesen Festivalfilm fand. Es wird für uns hier jedenfalls das letzte Mal sein, dass wir Robin Williams in einem neuen Film auf der Leinwand sehen werden.

Eine höhere Einstufung hat bisher schon die Buchverfilmung „Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten“ bekommen und das Liebesdrama um eine irische Einwanderin in den 1950er Jahren, mit Saoirse Ronan („Grand Budapest Hotel„) in der Hauptrolle, wird mit tollen Bildern und großen Gefühlen sicher nicht sparen.

Zu guter Letzt wäre da natürlich noch Quentin Tarantinos achter Film, „The Hateful Eight“, der in der letzten Januarwoche ins eisige Wyoming entführt.

Die obere Auswahl ist natürlich nur genau das – eine Auswahl. Noch dazu eine Persönliche. Die kompletten deutschen Filmstarts vom Januar könnt ihr z. B. im Kinokalender von CINEfacts nachschlagen.

Ab heute auf Netflix – Gotham (1. Staffel)

Nachdem in Deutschland die Erstverwertungsrechte bei Pro 7 liegen, die die erste Staffel von „Gotham“ von Februar bis Oktober wöchentlich ausstrahlten, mussten wir auf Streaming bei Netflix bis heute warten. Es ist zwar kein Bingewetter, aber es ist etwas kälter geworden 😉

„Gotham“ spielt im DC-Universum zur Zeit des Mordes an Bruce Waynes Eltern. Er ist also noch ein Kind, Batman noch lange nicht in Sicht und es geht um die Stadt als Moloch an sich. Die Hauptrolle übernimmt ein junger James Gordon (gespielt von Ben McKenzie, „The O.C./O.C., California“), der noch lange davon entfernt ist, Comissioner zu werden.

Genau so jung wie Gordon sind auch die künftigen Superschurken der Stadt, so sieht man z.B. einen jungen Oswald Cobblepot (Pinguin), eine junge Selina Kyle (Catwoman), einen jungen Edward Nygma (Riddler) und einen jungen Harvey Dent (Two-Face).

Ich hatte versuscht der Serie auf Pro Sieben zu folgen, aber Sendepläne korrelieren nur selten mit meiner Freizeit. Wenn ich durch bin, werde ich mir noch ein Urteil erlauben. Schaut man ins Netz, entwickelt sich die Serie wohl eher schleppend.

Im September startete die zweite Staffel von „Gotham“ bereits in den USA auf FOX. Pro Sieben wird die deutsche Erstausstrahlung wieder übernehmen, aber nennt noch keinen Sendetermin.

Ab heute auf Netflix – Marco Polo: One Hundered Eyes

In einem 30-minütigen Special wird die Geschichte des blinden Attentäters aus „Marco Polo“ erzählt.

Wir sehen hier wie der Kriegermönch in Ketten an Kublai Khans Hof und zu seinem Spitznahmen kommt. So gut!

Das Special soll die Wartezeit auf die 2. Staffel von „Marco Polo“ verkürzen, die noch keinen offiziellen Releasetermin hat, aber wieder 10 Folgen bekommt. „Marco Polo“ bleibt nicht mehr lange das einzige Martial-Arts-Drama auf Netflix.

Am 26. Februar 2016 erscheint das Sequel „Crouching Tiger, Hidden Dragon: Sword of Destiny“, das die Geschichte vom Film (dt. Tiger & Dragon) aus dem Jahre 2000 weitererzählt. Aus der Originalbesetzung wird einzig Michelle Yeoh ihre Rolle als Yu Shu Lien wieder aufleben lassen.

https://www.youtube.com/watch?v=Usl0gKUAgbM

#INTELBLUECAKE

Das Intel-Magazin „IQ“ hat über die Feiertage unter dem Hashtag #IntelBlueCake zum Backen aufgerufen. Kekse, Kuchen, Torte – völlig egal. Hauptsache mit Blau, weil Intel, Sie wissen schon. Gewinnen kann man natürlich auch etwas.

Als Liebhaber aller Arten von Käsekuchen/Cheesecake, wollte ich schon eine Weile lang ein Rezept für Cheesecake ausprobieren, bei dem die „Füllung“ nicht ausgebacken, sondern mit Gelatine fest wird. Das Rezept für den #IntelBlue(BerryCheese)Cake basiert auf dem Rezept für Blackberry Webbed Cheesecake von SORTEDFood.

Das folgende Rezept ist für eine kleine Springform ausgelegt oder einen sehr flachen Kuchen (siehe Ergebnis), um eine normal große Springform zu füllen, sollte man die Mengenangaben einfach verdoppeln.

Zutaten

  • 1 Ei
  • 40 g Zucker
  • 48 g Weizenmehl
  • 2 g Backpulver
  • 200 g Mascarpone
  • 50 g Philadelphia
  • 100 g Puderzucker
  • 1 Vanilleschote
  • 200 ml Crème Double
  • 1 Spritzer Milch
  • 2 Blatt Gelatine
  • 2 handvoll Blaubeeren
  • 1 EL Puderzucker
  • 4 Tropfen blaue Lebensmittelfarbe
  • Einen Würfel Butter und etwas Mehl für die Backform

Cheesecake - Zutaten

Das Originalrezept nimmt Brombeeren statt Blaubeeren und ausschließlich Mascarpone. Mir ist beim Einkauf Philadelphia Luftig & Lecker Klassisch begegnet, deshalb ist davon auch etwas drin. Grundsätzlich kann man hier jeden beliebigen kräuterlosen/ungewürzten Frischkäse und Quark, oder eine Mischung aus Solchen, verwenden – Hauptsache insgesamt 250 g.

Cheesecake - Zutaten

Des Weiteren backen die bei Sorted ständig mit Double Creme/Heavy Creme [Am.] (Créme Double oder Doppelrahm), die es zwar auch in Deutschland z. B. von Dr. Oetker (siehe Zutaten) gibt, aber bei Weitem nicht in jedem Supermarkt. Hier in der Gegend hatte die nur EDEKA. Der hohe Fettgehalt (42%) findet vermutlich nicht so viele Kunden in Deutschland. Man kann diese aber auch einfach durch eingekochte Sahne, Crème fraîche oder eine Mischung aus beiden ersetzen.

Schritt #1 – Die Backform vorbereiten und den Ofen vorheizen

Für die Aufgabe habe ich wegen des Intel-Logos nun eine rechteckige Springform benutzt, natürlich funktioniert das in jeder beliebigen Form. Diese wird mit dem Würfel Butter ordentlich eingefettet. Danach gibt man einen Esslöffel Mehl in die Form und schüttelt diese vorsichtig, bis die eingebutterten Flächen (auch der Rand!) davon behaftet sind. Für das gesamte Vorgehen, lohnt es sich das Video mal anzusehen:

Der Ofen wird auf Ober- und Unterhitze auf 200 °C vorgeheizt (Umluft sollte dann ca. 180 °C sein).

Schritt #2 – Der Kuchenboden

Cheesecake - Kuchenboden

Den Zucker und das eine Ei nun in eine Rührschüssel geben und 5 Minuten lang mit einem elektrischen Schneebesen verquirlen. Es dauert tatsächlich so lange und man denkt erst, es passiert überhaupt nichts, aber nach 5 Minuten ist die Zucker-Ei-Mischung luftig-schaumig und leicht klebrig wie Marshmallow-Masse.

Cheesecake - Kuchenboden

Das Rührgerät kommt weg und dafür Mehl und Backpulver auf die Teigmischung gesiebt. Self-Raising Flour (Backmehl, Selbsttreibendes Mehl), das überall – außer in Deutschland – verbreitet zu sein scheint, beinhaltet eigentlich noch Natron und Salz – das Ganze funktionierte aber auch so. Das Mehl nun mit einem Löffel unterheben. Wir benutzen hier nicht den Quirl, weil möglichst viel Luft in der Masse bleiben soll.

Cheesecake - Kuchenboden

Die Mixtur in die Springform kippen, mit dem Löffel gut verteilen und die für 10 Minuten in den Ofen stellen. Der Teig ist dann goldbraun, luftig und federt bei leichtem Druck zurück – wie ein Schwamm. Deshalb reden die im englischen Sprachraum auch von „Sponge“. Den Kuchenboden in der Form lassen und abkühlen lassen.

Cheesecake - Kuchenboden

Schritt #3 – Gelatine vorbereiten

Eine Schüssel mit kaltem Wasser füllen und die zwei Blätter Gelatine hineinlegen.

Cheesecake - Gelatine einweichen

Schritt #4 – Füllung anrühren

Die Vanilleschote mit einem Messer halbieren und mit der Rückseite des Messers das Mark auskratzen. Man kann hier auch 1 TL Vanilleextrakt nehmen.

Cheesecake - Zutaten der Füllung

Mascarpone, Philadelphia, 100 g Puderzucker und Vanille in eine Rührschüssel geben und verrühren, bis eine einheitliche Masse entsteht.

Cheesecake - Füllung verrührt

Crème Double und blaue Lebensmittelfarbe hinzufügen und wieder verrühren. Wenn es nicht blau genug ist, einfach mehr Tropfen dazugeben.

Schritt #5 – Gelatine auflösen und unterrühren

Den Spritzer Milch in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Nun die Gelatineblätter aus dem Wasserbad nehmen, ausdrücken und in den Topf zur Milch geben. Umrühren, bis sie vollständig aufgelöst sind – das geht superschnell. Jetzt die Milchgelatine in die Frischkäsemixtur kippen und noch mal gut umrühren

Schritt #6 – Blaubeeren pürieren

Eine Handvoll Blaubeeren und den Esslöffel Puderzucker in einen Mixer geben und pürieren.

Cheesecake - Blaubeerpüree

Die Hälfte vom Püree auf dem Kuchenboden verteilen, die andere Hälfte für Deko aufheben.

Cheesecake - Blaubeerschicht

Schritt #7 – Draufkippen & Kühlschrank

Die Frischkäse-Gelatine-Crème-Double-Vanille-Mixtur auf die Schicht Blaubeeren auf dem Kuchenboden kippen und verteilen. Das restliche Blaubeerpüree zum Dekorieren verwenden – ich habe hier versucht, die Leiterbahnen vom Logo nachzuempfinden. Dann ab mit dem Kuchen in den Kühlschrank. Er muss dort mindestens eine Stunde fest werden – besser aber über Nacht – und kann dann vorsichtig vom Rahmen befreit, fertig dekoriert und genossen werden.

Cheesecake - im Kühlschrank

Die zweite Handvoll Blaubeeren habe ich um den Kuchen herum drapiert und mit einer Schablone den Intel-Schriftzug in Puderzucker aufgebracht.

Cheesecake - Intel-Schablone

Die Leiterbahnen wurden noch mit einem Karamellkäfig aufgehübscht, der sich aber relativ schnell wieder auflöste und nur noch gelbliche Reste zu erkennen sind 😀

Cheesecake - fertig

Er war echt superfluffig und trotz des ganzen Zuckers nicht zu süß und schön vanillig. In der Kuchenform würde ich aber das nächste Mal alles in doppelter Menge zusammenrühren. Mein Spritzer Milch war auch etwas zu viel des Guten, sodass die Mixtur anfangs etwas zu flüssig war – der Boden vom Topf, in dem man die Gelatine auflöst, sollte gerade so von Milch bedeckt sein.

Ergebnis

Cheesecake - Ecke

Cheesecake - Logo

Cheesecake - Ecke fehlt

IntelBlue(BerryCheese)Cake #IntelBlueCake #omnomnom

Ein von Michael (@amujan) gepostetes Foto am

P.S. Für die Nennung der hier genannten Produkte erhalte ich keinen Pfennig. Hashtag NoSpons. Und natürlich ist das ganz und gar nicht SCD.

Die Reise beginnt für die „Gods of Egypt“

Lionsgate hat vor zwei Stunden einen zweiten Trailer für das antike Action-Fantasy-Spekatakel „Gods of Egypt“ veröffentlicht. Die Geschichte folgt dem jungen Dieb Bek, gespielt von Brenton Thwaites, dessen große Liebe vom ruchlosen Gott Set (Gerard Butler) gefangen genommen wurde, als dieser im Land am Nil die Macht an sich reisst.

Er bekommt Unterstützung von einem anderen Gott – Horus. Horus wird gespielt von Nikolaj Coster-Waldau. Ich bin ja spätestens seit „Die Mumie“ für diese over-the-top-Actionspektakel mit Sandalen zu haben. Gerade die altägyptische Ästhetik und monumentale Größe, in Kombination mit der Mythologie, gefällt mir schon jetzt.

„Gods of Egypt“ von Lionsgate wird am 25. Februar in die deutschen Kinos kommen.

Star Wars – Das Erwachen der Macht

„Es ist wahr. Einfach alles.“

Das Herz pocht schneller als nach 10 Jahren Pause – einige sprechen auch von 32 Jahren Pause – das Logo von Lucasfilm Ltd. über die Leinwand glitzert. Die Mundwinkel gehorchen nicht und bilden ein Grinsen von Ohr zu Ohr, dass es wehtut, als 10 wohl vertraute Worte in blauer Schrift ein neues Kapitel aufschlagen. Ein neues Kapitel für die Generation meiner Eltern, die den Krieg der Sterne bei der Uraufführung im Kino sehen konnte. Ein neues Kapitel für die jungen Erwachsenen von heute und ein neues Kapitel für mich und die größtenteils enttäuschte Generation, die mit der Prequel-Trilogie in den Kinos aufwuchs und schon nicht mehr 12 Jahre alt war.

Gänsehaut, Anspannung, Lachen, Tränen. „Star Wars – Das Erwachen der Macht“ drückt alle nur vorhandenen Knöpfe zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Dosis. Eine unfassbar großartige Szenerie bettet die Figuren in eine glaubwürdige Welt. Das lebt alles! Die Galaxie weit, weit entfernt wird echt und man sitzt mit im Cockpit, rennt um sein Leben, zieht mutig eine Klinge aus pulsierendem Licht. Ich kann nur hoffen, dass ihr euch nicht von Disneys überbordendem Werbewahn verschrecken lasst. Vergesst den Kindersekt und die Orangen mit Star-Wars-Logo und schaut diesen Film, wenn euch die Saga am Herzen liegt.

„Star Wars – Das Erwachen der Macht“ ist alles, auf das wir hoffen durften und nicht weniger. Der Handlungsablauf mit seinen Akten orientiert sich dicht am Original von 1977 und es wird sicher Stimmen geben, die dem Film nicht genug Originalität in dieser Hinsicht vorwerfen werden. Der Hype, in den ich mich selbst hineinsteigern ließ, war trotzdem nicht ungerechtfertigt, weil die Umsetzung einfach stimmt. Das ist ein guter SciFi-Fanatasy-Film und einer der besten Star-Wars-Filme. Das Grinsen? Immer noch da.

Zwei Dinge sind mir dann aber doch aufgestoßen und ich erwähne sie nur, weil sie mich tatsächlich aus dem Film herausgerissen haben. Erstens: Zufälle. Zufälle in Filmen werden oft überstrapaziert und so erging es mir auch in einer Szene bei „Star Wars – Das Erwachen der Macht“. Damit sich bestimmte Figuren treffen können, muss man eben einen solchen Zufall hinnehmen, der bei der Größe der Galaxie, an Unglaubwürdigkeit grenzt. Als Fan kann man sich natürlich den Willen der Macht in diesem speziellen Fall herbeiorakeln, akzeptieren muss man es so oder so. Zweitens habe ich persönlich ein Problem damit, wie Abrams für dramatischen Effekt auch sonst mit galaktischen Distanzen umgeht. Wer „Star Trek Into Darkness“ gesehen hat, weiß, worauf ich anspiele und die Stelle im Film wird sofort auffallen.

Für eine Action-Adventure-SciFi-Fantasy ist „Star Wars – Das Erwachen der Macht“, trotz dieser wirklich pingelig ausgemachten Schluckaufs, so gut wie nur möglich. Die Action stimmt, die Chemie stimmt, der Humor stimmt, das Timing stimmt und die 2 Stunden und 15 Minuten im Kino werden nie lang. Ich muss den nur unbedingt noch im IMAX sehen, denn es scheint, keine Leinwand kann groß genug sein, für alles, was es zu sehen gibt und man kann sich hier echt sattsehen, ohne dass einem schwindelig wird. Die Kameraarbeit ist hervorragend ruhig und Lens Flares sind sinnvoll eingesetzt 😉

John Williams‘ Musik ist dem Anlass angemessen und hält natürlich viele vertraute Klänge parat. Leider müssen wir auch beim Soundtrack auf den 18. Dezember warten, sodass ihr jetzt noch nicht reinhören könnt. Die Titelliste spoilert vermutlich genauso, wie die Bücher zum Film, die sonst ja auch spätestens eine Woche vor Filmstart in den Regalen stehen. Die Art und Weise wie stark Disney die Details der Geschichte vor dem Publikum verbirgt, steht schon irgendwie im krassen Gegensatz zur eigenen Bombardierung der Massen mit Werbung. Aber wer da mal drauf geachtet hat, sind es auch immer nur dieselben wenigen, eher generischen Bilder und das Logo, die auf den Verpackungen auftauchen.

Der Grundstein für die nächsten Filme ist gelegt und ich kann 2017 kaum erwarten. Die Weltpremiere fand vorgestern in Los Angeles statt und die Aufzeichnung zum Event findet ihr auf YouTube. Wer die Europapremiere (Roter Teppich) heute Abend um 18:15 Uhr aus London und Berlin live mitverfolgen möchte, kann das hier tun. Dort wurde gestern ein Tie Fighter als Kulisse für den Roten Teppich zusammengeschraubt, der sicher auch im Livestream auftaucht:

SWTFA - Tie Fighter

weiterführender Link: Star Wars – Das Erwachen der Macht